| NACHRICHTEN 6. Juni , 2001 | ||
Hollywood setzt auf Lara Croft.
Lara Croft soll Spiele für Hollywood hoffähig machen Bei einem Leinwanderfolg der Heldin aus dem Video-Games-Sektor werden Filmproduzenten zukünftig stärker auf Vorlagen aus dieser Branche zurückgreifen. Die Voraussetzungen sind dafür bereits geschaffen. Mit "Tomb Raider" und "Final Fantasy" kommen in diesem Sommer zwei Filme in die Kinos, die auf Videospielen basieren: Lara Croft ist als Grabräuberin in bislang fünf Titeln aus dem Hause Eidos unterwegs gewesen, Final Fantasy bringt es sogar auf eine Serie von acht Spielen. Den beiden Blockbustern werden gute Chancen zugesprochen, auch auf der Leinwand Erfolg zu haben. Sollte sich die Prognose erfüllen, hätte das Konsequenzen für die gesamte Medienbranche. Die bisherigen Projekte hatten mäßigen Erfolg oder waren sogar völlige Flops. Das hat nichts mit der Qualität der Vorlage zu tun: Ein prominentes Opfer ist die filmische Umsetzung der Reihe "Wing Commander" gewesen, die auf dem PC über Jahre hinweg die Standards gesetzt hat. Die gegenseitige inhaltliche und komerzielle Beeinflussung von unterschiedlichen Medien ist alltäglich. Romane und Erzählungen zählen schon seit langem als wichtige Quellen für die ideenhungrige Filmindustrie. Umgekehrt schnellen die Verkaufszahlen eines verfilmten Buches zumeist dramatisch in die Höhe. Auch haben Bücher und Filme die Produktion von Spielen beeinflusst: Zahlreiche Rollenspiele basieren auf Romanvorlagen und Indiana Jones ist auch als Spielheld erfolgreich gewesen. Der Grund für die bislang wenig erfolgreichen Versuche, Marken aus dem Spielebereich in gute und einträgliche Filme umzusetzen, wird von Experten mit dem Image der Branche erklärt. "Die Leute tendieren dazu, die Games-Branche mit einem negativen Beigeschmack wahrzunehmen," wird Chris Lee, der Produzent von Final Fantasy in US-Medien zitiert. Lara Croft wird dagegen mittlerweile als Berühmtheit angesehen, die eine breite Masse anspricht. Neben der populären Figur hat das Geschäft mit Spielen eine Dimension angenommen, die es den großen Studios erlaubt, große Summen zu investieren. Der dritte Faktor ist der wesentliche Fortschritt der inhaltlichen Qualität bei den Spielen. Diese haben sich von der eindimensionalen Ballerei mittlerweile zu Produkten mit vielschichtigen Handlungssträngen entwickelt. Hinzu kommt, dass mittlerweile filmreife Sequenzen in nahezu jedem Computerspiel fest integriert sind, die dort den gleichen Zweck erfüllen wie richtige Spielfilme: Sie treiben die Handlung voran. Die digitale Filmtechnik hat ein Übriges getan um Barrieren abzubauen: Die Figuren in Final Fantasy sind im Gegensatz zu Lara Croft, die von der Schauspielerin Angelina Jolie gespielt wird, eine reine Pixelpracht. Damit sind die Voraussetzungen für einen stärkeren Rückgriff auf Vorlagen aus dem Spielebereich geschaffen. Sollte Lara auch die Kinokassen füllen, werden Nachfolgeprojekte nicht lange auf sich warten lassen. Wir danken der Newsredaktion von Comdirect für diese Meldung.
In der Croft Times finden Sie nur Originalartikel. |
Erste Seite Lara Croft Der Film Lösungen Updates/ Demos Entwickler Souvenirs Chatroom Forum Links Briefe an den Herausgeber |
|||||||||||||||||||||